28.09.2020

Franjo Bilić



Franjo Bilić, Cembalo

©Domagoj Ugrin

Franjo Bilić (Zagreb, Kroatien, 1994) schloss seinen Cembalostudium (2018) bei Prof. Pavao Mašić an der Musikakademie in Zagreb mit Magna cum laude ab. Am Conservatorium van Amsterdam in den Niederlanden studierte er bei Prof. Menno van Delft Cembalo, modernes Cembalo und Klavichord, bei Prof. Kris Verhelst Basso continuo und Rhetorik bei Prof. Peter van Heyghen. Er hat das Klassische Gymnasium absolviert und Klavierunterricht bei Prof. Jelica Kuzmin an der Musikschule Pavao Markovac in Zagreb gehabt.  Am Hochschule der Künste Bern studierte er Dirigieren bei Rolf Schumacher, Florian Ziemen und Philippe Bach und im Moment an der Musikakademie in Zagreb, bei Prof. Mladen Tarbuk.

Er gab Konzerte in Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Italien, Niederlande, Frankreich und der Schweiz. Gearbeitet hat er mit dem Kroatischen Barockensemble, Zagreber Solisten, Ensemble Antiphonus, Cantus Ensemble, Zagreber Philharmonie, Sinfonieorchester des kroatischen Rundfunk, Sinfonieorchester Dubrovnik, Zagreber Kammerorchester, Zagreber Jugendorchester, und Sweelinck baroque orchestra.

Im Rahmen der staatlichen kroatischen Musikwettbewerbe für Schüler und Studenten gewann er zwischen 2007-2013 in den Disziplinen Klavier, Kammermusik und Solfeggio acht erste, drei zweite und zwei dritte Preise. Beim Klavierwettbewerb „Pianoforte“ in Poreč (Kroatien) erhielt er neben dem ersten Preis auch einen Sonderpreis für die beste Aufführung eines Werkes von J. S. Bach. Er war zweifacher Preisträger „Oscar für das Wissen“ das von der Erziehungs- und Ausbildungsagentur verliehen wurde.

Als erster Cembalist gewann er den ersten Preis beim 12. Internationalen Wettbewerb „Ferdo Livadić“ in Kroatien innerhalb der gemischten instrumentalen Kategorien. 2017 war er 1. Preisträger des renommierten Wettbewerbs „Tribina Darko Lukić“ für junge Musiker. 2018 gewann er als erster Kroate den 2. Preis des Wettbewerbs für zeitgenössische Cembaloliteratur „Prix Annelie de Man“ und führte zwei Uraufführungen auf. In demselben Jahr wurde er als erster Cembalist in Kroatien mit dem Preis „Ivo Vuljević - der beste junge kroatische Musiker“ ausgezeichnet.

In Varaždin (Kroatien) ist er regelmäßig als Dozent bei den Sommerkursen für Schüler und Studenten für Cembalo, Barocktanz, Einzel und Gruppenunterricht tätig und hält in dem Rahmen auch Vorträge und Rezital. Als Stipendiat des französischen Instituts in Rom nahm er beim Meisterkurs in der Villa Medici teil, bei dem die französische Cembaloliteratur im Mittelpunkt stand.

2019 gewann er einen ersten Preis und einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes der neuen Musik beim Wettbewerb „Wanda Landowska“ in Bari (Italien).

Seit 2015 fördert er die Komposition neuer Werke für Cembalo und bestellt jährlich ein neues Werk bei kroatischen Komponisten. Fünf solcher Werke hat er uraufgeführt.

Als Dirigent leitete er im Nationaltheater Zagreb Aufführungen der Oper Agrippina von G. F. Händel vom Cembalo aus, und erhielt zwei Rektor Preise der Zagreber Musikakademie.

Meisterkurse für Cembalo, Klavier, Klavierbegleitung der Sänger, Cembalo (Skip Sempe, Christophe Rousset, Ketil Haugsand, Richard Egarr, Laurence Cummings, Aapo Hakkinen, Jacques Ogg, Elam Rotem, Anne-Marie Dragostis...) Alte Musik, Barocktanz, Gregorianischen Choral (Katarina Livljanić, Richard Bot, Franz Karl Prassl) Orgel-Improvisation, Orgel und Harmonium d´ Art, Orchester-und Chordirigieren (Uroš Lajovic, David Danzmayr, Daniele Gatti, Jan Cober).

In seiner Freizeit komponiert er.